Kategorie: Allgemein

  • Vom Schein zum Sein

    Was gaukelt dir, o sterblich Auge, im flücht’gen Bilde dieser Welt? Ein Schein, der trüglich sich zum Taugen der Wahrheit falsche Formen stellt. Du wähnst im äuß’ren Glanz zu finden, was fest und ewig in sich ruht— doch alles muss im Wechsel schwinden, was nicht aus innerstem Urgrund tut. Denn nicht die Dinge selbst bestehen,…

  • Des Menschen hohes Gesetz

    Im stillen Heiligtum der Menschenbrust, Wo Pflicht nicht drückt, doch frei sich selbst gebiert, Erhebt sich leise ein erhabner Ruf, Der ohne Zwang zum höchsten Gesetz uns führt. Nicht Lust noch Laune lenkt den edlen Schritt, Nicht flücht’ger Vorteil trübt den klaren Blick; Ein inner Licht, von reiner Glut entbrannt, Weist unbeirrbar auf das Gute…

  • Der innere Maßstab

    Der innere Maßstab

    Im stillen Heiligtum der Menschenbrust, Wo Pflicht nicht drückt, doch frei sich selbst gebiert, Erhebt sich leise ein erhabner Ruf, Der ohne Zwang zum höchsten Gesetz uns führt. Nicht Lust noch Laune lenkt den edlen Schritt, Nicht flücht’ger Vorteil trübt den klaren Blick; Ein inner Licht, von reiner Glut entbrannt, Weist unbeirrbar auf das Gute…

  • Der Lenz der Seele und die Geburt des Geistes

    Im Morgenglanz, da jung der Lenz erwacht, Durchflutet mild der Erde holdes Beben, Ein Jüngling zieht, von frohem Geist entfacht, Hinaus, die Welt mit allen Sinnen zu erleben. Noch unbefleckt sein Blick, so klar, so weit, Trinkt er das Licht aus tausend Blütenkelchen, Und jeder Hauch der jungen Wirklichkeit Scheint ihm ein Ruf, ein göttlich…

  • Narziss und die Krone der Demut

    Im Spiegel stiller Wasser lag Ein Jüngling einst, von Licht umflossen, So schön, dass selbst der Himmel zag’, In seinem Bilde sich zu kosten. Narziss, vom eigenen Glanz gebannt, Verlor sich tief im eignen Schauen— Bis er, vom Schicksal sanft ermahnt, Zerfloss in Blume, mild zu trauen. Nun hebt im Lenz die Narzisse ihr Haupt,…

  • Beim Anblick der Mona Lisa

    Im stillen Reich der Farben, lichtdurchhaucht, Wo Meisterhand den Schein zur Wahrheit webt, Erhebt sich sanft, aus Schatten sanft erlaucht, Ein Antlitz, das im Schweigen dennoch lebt. Nicht Fleisch, nicht Blut – und doch von Seele voll, Ein Blick, der Zeit und Raum zu bannen weiß; Als ob ein leiser Hauch des Ew’gen soll Sich…

  • Gold der Waben, Geist der Gemeinschaft

    Im stillen Hain, wo Sonnenfäden weben, Erhebt sich schlicht des Bienenvolkes Haus; Ein kleines Reich, dem großen Zweck ergeben, Strömt stiller Fleiß aus tausend Herzen aus. Kein Laut des Streits zerreißt die hehre Ordnung, Kein eitles Ich verlangt des Vorrangs Glanz; Im Gleichklang wirkt die edle Einheitsordnung, Ein jeder Teil ein Glied im großen Kranz.…

  • Waschweiber

    Am heiligen Geländer – wo der Putz bröckelt und die Welt sich in Blumenbeeten spiegelt – versammelt sich jeden Nachmittag die inoffizielle Hohe Kommission der dörflichen Ordnung. Vier Seelen, vier Richter, vier Waschweiber in der Verkleidung von Philosophen. Sie sehen alles. Sie hören alles. Sie wissen mehr als Google und das Standesamt zusammen – und…

  • Vom edlen Schwunge der Leiber – ein Lobgesang aufs Bouncen

    O Mensch, du Kind der Freiheit, wenn der Klang die Luft durchzittert und der Takt im Schoße der Zeit geboren wird, dann regt sich das Herz im stählernen Rhythmus, und der Leib gehorcht dem inneren Sturm! Nicht mehr gebunden an Schwere und Erdenschmerz, erhebt sich der Körper im heiteren Spiel, hüpfend gleich dem Jüngling, der…

  • Gelassenheit – ein schillerscher Versuch mit Augenzwinkern

    Gelassenheit, du stille Göttin des inneren Friedens, wie selten nur besuchst du das lärmende Herz des modernen Menschen! Inmitten der Zerrissenheit unserer Zeit, wo das Smartphone bimmelt, der Kalender droht und der Nachbar mit dem Rasenmäher die Sonntagsruhe erschießt, da winkst du nur leise von fern – ach, wärst du doch ein wenig lauter! Der…