Schlagwort: Philosophisch

  • Waschweiber

    Am heiligen Geländer – wo der Putz bröckelt und die Welt sich in Blumenbeeten spiegelt – versammelt sich jeden Nachmittag die inoffizielle Hohe Kommission der dörflichen Ordnung. Vier Seelen, vier Richter, vier Waschweiber in der Verkleidung von Philosophen. Sie sehen alles. Sie hören alles. Sie wissen mehr als Google und das Standesamt zusammen – und…

  • Vom edlen Schwunge der Leiber – ein Lobgesang aufs Bouncen

    O Mensch, du Kind der Freiheit, wenn der Klang die Luft durchzittert und der Takt im Schoße der Zeit geboren wird, dann regt sich das Herz im stählernen Rhythmus, und der Leib gehorcht dem inneren Sturm! Nicht mehr gebunden an Schwere und Erdenschmerz, erhebt sich der Körper im heiteren Spiel, hüpfend gleich dem Jüngling, der…

  • Gelassenheit – ein schillerscher Versuch mit Augenzwinkern

    Gelassenheit, du stille Göttin des inneren Friedens, wie selten nur besuchst du das lärmende Herz des modernen Menschen! Inmitten der Zerrissenheit unserer Zeit, wo das Smartphone bimmelt, der Kalender droht und der Nachbar mit dem Rasenmäher die Sonntagsruhe erschießt, da winkst du nur leise von fern – ach, wärst du doch ein wenig lauter! Der…

  • Die innere Erhebung des Menschen durch die Erkenntnis

    Nicht in den flüchtigen Schätzen dieser Welt, nicht in den lärmenden Siegesgesängen des Ehrgeizes, nicht in der flatterhaften Gunst des Schicksals liegt des Menschen wahres Vermögen; vielmehr ruht es in der stillen, erhabenen Klarheit der Erkenntnis, in der erleuchtenden Weisheit, die den Schleier der Täuschung zerreißt und ihm den Pfad zur höchsten Vollendung weist. Wie…

  • Die heilige Würde des Menschen

    Nicht als Gnade von Fürstenhand, nicht als Zugeständnis des Mächtigen an den Schwachen, nein! Aus dem Urquell der Vernunft, aus dem ewigen Rechte, das mit der Geburt dem Menschen eigen ist, entspringen die heiligen Gesetze der Freiheit und Gleichheit. Was ist der Mensch, wenn er nicht frei ist? Ein Schatten seiner selbst, ein Knecht der…

  • Der Mensch, Werk seiner Gedanken

    Der Mensch ist das Werk seiner eigenen Gedanken. Was er in der Vergangenheit ersann, was er in stillen Stunden bewegte, was sein Geist in den Tiefen des Daseins erschaute – all dies hat sich in das Gewebe seines Seins verwoben, hat seine Seele geformt, sein Herz gerichtet, seine Schritte gelenkt. Nicht das blinde Walten des…

  • Der Traumtänzer

    Auf des Geistes freien Fluren wandelt jener Traumtänzer, dessen Seele zwischen Himmel und Erde schwebt, ungebunden von den Ketten der Notwendigkeit. Mit jedem Schritt erhebt er sich über das Gemeine, während sein Auge die Sterne sucht und sein Herz den Rhythmus der Ewigkeit spürt. Wer der Poesie sich verschrieben, der kennt das süße Schweben zwischen…

  • Das Steckenpferd des edlen Geistes

    In der stillen Kammer des Gemüts, wo die Gedanken wie Sterne am Firmament der Seele leuchten, findet der wahrhaft freie Mensch sein eigentliches Reich. Dort, fernab vom Getümmel der Welt, widmet er sich jenem Steckenpferd, das seinen Geist zur höchsten Blüte treibt. Wer die Poesie zum Gefährten wählt, den Klang der Worte wie Musik im…

  • Hymne an den Frieden, die Schönheit und die Seele

    Hymne an den Frieden, die Schönheit und die Seele O ewige Harmonie, die über Sternen waltet,du sanfter Hauch, der durch die Schöpfung zieht!O Licht, das in des Menschen Herzen strahlet,du leiser Ruf, der seine Seele rief! Frieden, du himmlischer Gast der Erde,du leuchtender Born aus göttlicher Hand,o kehre ein, wo Dunkelheit werde,breite dein mildes, versöhnendes…

  • Vom wahren Glücke

    Vom wahren Glücke O edler Freund! Du irrst, wenn du in goldnen Schätzen oder in flüchtigem Ruhme das wahre Glück des Menschen suchest. Nicht in den Hallen der Könige, nicht auf den Schlachtfeldern der Ehre, noch in den Sälen des rauschenden Festes wohnt das Glück, sondern im stillen Herzen des Tugendhaften, in der reinen Seele,…