Hymne an den Frieden, die Schönheit und die Seele

Hymne an den Frieden, die Schönheit und die Seele

O ewige Harmonie, die über Sternen waltet,
du sanfter Hauch, der durch die Schöpfung zieht!
O Licht, das in des Menschen Herzen strahlet,
du leiser Ruf, der seine Seele rief!

Frieden, du himmlischer Gast der Erde,
du leuchtender Born aus göttlicher Hand,
o kehre ein, wo Dunkelheit werde,
breite dein mildes, versöhnendes Band!

Nicht der Schwerter grausame Klänge,
nicht der Herrscher zürnende Macht,
nur Liebe bezwinget des Zwistes Enge,
nur Schönheit hebt uns aus finstrer Nacht.

Sieh, wie die Schöpfung in Anmut glühte,
sieh, wie die Rose dem Sonnenstrahl lacht!
Wie des Waldes Rauschen uns linde umhüte,
wie der Strom in Freiheit sich Bahn sich macht.

O Mensch, du herrliches Bild des Erbauers,
in dir ist Glanz, ist göttlicher Geist!
Erhebe dein Haupt aus des Zweifels Mauers,
sei, was du bist—ein Wesen, das reist!

Nicht Knecht sei dein Geist, nicht Kette dein Wille,
nicht Grauen dein Los und nicht Stolz deine Zier,
doch leuchte in Demut, sei edel in Stille,
denn Anmut ist Schwester der Würde in dir.

Lass Liebe dich leiten, die Güte bewahren,
lass Sanftmut dein feuriges Wort besänft’n,
lass Wahrheit dich schmücken, nicht Trug und nicht Scharen—
nur wer reinen Herzens, kann wahrhaft entbren’n.

So wandel, o Mensch, in erhabenen Spuren,
sei Hüter der Schönheit, der Seelen Gebot.
Und möge der Frieden, der sanfte, der pure,
dir leuchten im Leben, dir lächeln im Tod.