Schlagwort: Wein
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Zur Quelle wahrer Kunst und tiefen Denkens
Wohl an! Der edle Rebensaft, Silvaner geheißen, ist es, der in Frankens Fluren mit königlichem Glanze strahlt. Nicht bloß dem Gaumen zur Lust gereicht er, nein, des Geistes Fittiche hebt er empor, auf dass des Wortes Kunst sich entfalte in voller Blüte. Denn wer da meint, das Trinken sei bloß der Müßiggänger Zeitvertreib, der irrt!…
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Der allzu lange Männerabend
Holdes Weib, verzage nicht! O süße Zierde meines Hauses, du zartes Kleinod, dem mein Herz in inniger Treue anhängt! Siehe, es ist nicht Leichtsinn, nicht schnöde Vergnügungssucht, die uns, die wackeren Recken, in traulicher Runde bis zur späten Stunde verweilen lässt. Nein, es ist die hohe Freude des Bundes, die hehre Kunst der Geselligkeit, die…
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Der Stübleinrutscher
Im trauten Winkel des Gasthauses, wo die Kerzen sanftes Licht verströmen und der Rauch der Pfeifen zur gewölbten Decke steigt, dort thront er – der Stübleinrutscher, jener Mann, der in der Wirtshauskammer seine Heimat fand. Was anderen ein Ort des flüchtigen Verweilens, ist ihm ein zweites Heim, ein Reich, wo Geist und Herz sich gleichermaßen…
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Ode an den Wein
Ode an den Wein Wohl an, edler Freund! Laß uns kredenzen den güldenen Trank, der aus Frankens seligen Rebenhainen entstammt, jenes köstliche Labsal, das nicht der rohen Trunkenheit geweiht, sondern dem Geiste ein lichter Funkenschein ist. Nicht des Rausches willen erhebt man den Kelch, nein, es ist die sanfte Muse des Weines, die in ihm…
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Edler Zecher
Edler Zecher, Wohl an, edler Zecher, denn sieh, der Silvaner, jenes edle Gewächs, das mit goldnem Glanze im fränkischen Kelche funkelt, ist nicht bloß ein Trunk für den Leib, sondern ein Quell der Erhebung für den Geist. Denn wer ihn mit Maß und Andacht genießt, der fühlt, wie seine Seele beflügelt wird, wie die Worte…
