Das Automobil

Oh edles Werk der Kunst und kühnen Meisterschaft! Ein Wunder der Neuzeit, geformt aus Erz und Stahl, beseelt von der unsichtbaren Kraft des dampfenden Äthers. Wie ein gefesselter Pegasus entflieht es den Ketten der Unbeweglichkeit, durchrast die Gassen und weiten Straßen mit unaufhaltsamem Eifer.

Nicht von Rossen gezogen, nicht an die Launen der Natur gebunden, entfaltet sich sein Lauf in ungestümer Freiheit, gleich dem Winde, der über die Fluren jagt. Der Mensch, nunmehr nicht nur Herr der See und Luft, sondern auch der Straßen, lenkt mit geübter Hand das donnernde Gefährt, das ihm dienstbar ward durch des Geistes kühnen Wagemut.

Es ist der Sieg der Vernunft über die rohe Gewalt, der Triumph der Wissenschaft über die dumpfe Starre. So eilet es dahin, durch Nacht und Nebel, durch Sturm und Regen, als ob es selbst den Gezeiten trotze, als ob es, beseelt von jenem feurigen Drange, den die Götter den Titanen gaben, dem Morgen entgegenraste, einem neuen Zeitalter zu.