
O wundersames Kleinod der Kunstfertigkeit, du mechanischer Bote der Zeit, dem nicht mehr Räderwerk und Federkraft Leben verleihen, sondern der unsichtbare Odem des elektrischen Äthers! Nicht länger nur ein stiller Zeuge des verrinnenden Daseins, nicht bloß ein getreuer Hüter der flüchtigen Stunden – nein, du sprichst, du mahnst, du geleitest den Menschen mit unsichtbarer Hand durch den Wandel des Tages.
Wie ein treuer Gefährte ruht du am Handgelenk des Sterblichen, lauschest seinem Pulsschlag, zählst seine Schritte, bewachst sein Wohl und meldest ihm Kunde aus den fernsten Sphären. Kein Herold auf rüstigem Ross, kein eilender Bote mit Pergament kann schneller sein als du, der in einem Hauch die Zeichen der Welt sammelt und dem Auge des Trägers offenbart.
O kluger Spiegel der Zeit, o wachender Genius der Stunde! Möge dein stetiges Mahnen den Menschen nicht in Fesseln schlagen, möge er nicht zum Sklaven deines Rufes werden, sondern dich in weiser Mäßigung nutzen, auf dass du ihm zum Freunde gereichest und nicht zum Herrn!
