
O donnerndes Ross des Fortschritts, du stählerne Verkörperung des unbezähmbaren Geistes! Wo einst der Reisende auf schwerfälligem Karren die staubige Straße mühsam durchmaß, wo der Wandersmann von Zeit und Sturm gepeinigt, die Ferne nur in Sehnsucht umfasste – dort reißest du nun die Schranken nieder, du flammende Bote der Geschwindigkeit, du unermüdlicher Titan der Bewegung!
Nicht durch der Rosse schnaubende Kraft, nicht durch der Winde wechselndes Spiel, sondern durch das Feuer, das aus dunklen Kammern tobt, durch den zischenden Odem des dampfenden Äthers jagst du dahin, unaufhaltsam, furchtlos, gleich dem Sturm, der über die weiten Gefilde rast. Kein Gebirge ist dir Hindernis, kein Strom vermag dich zu brechen – durch eiserne Brücken, durch dunkle Tunnel bahnst du dir den Pfad, als hätte der Mensch selbst dem Erdkörper seine Gesetze neu gegeben.
O gewaltige Fügung der Kunst, du, die Länder verbindet, Herzen vereint, das Ferne zum Nahen macht! Möge dein Siegeszug nicht nur die Erde durchmessen, sondern auch den Geist beflügeln, nicht nur Güter und Menschen tragen, sondern auch den Gedanken Flügel verleihen, dass in deinem rollenden Sturm nicht Zwietracht, sondern Eintracht entstehe, nicht Hader, sondern brüderliche Verbindung, nicht Untergang, sondern die Morgenröte eines neuen Zeitalters!
